Drogenküche Benito

Hiellos Chirén, alte Eisfabrik



Anmerkung: Auf Google Earth gibt es an der Kreuzung vor dem Gebäude ein Geisterbild mit einem Tanklaster „Fuentes Fertilizantes“, man muss auf das gelbe T klicken, das Streetview über die Straßen legt. Aufnahmedatum 12/2008, im Dezember stehen ein paar grüne Büsche im Staub des leeren Flußbettes. Vor allem aber ist im Hintergrund deutlich zu sehen, dass ein Auto seitlich an die offenbar leerstehende Halle gefahren ist, dort ist ein Seiteneingang. (Hat Benito gerade nachgemischt?)
Adresse: Avda Luxemburgo, 1j
Fakten: = in Iberische Schatten = fiktiver Ort
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Das Industriegebiet an Cartagenas Ausfallstraße war über die Jahre immer wieder erweitert worden. Zur Zufahrt hin lagen die Liegenschaften mit gewollter Außenwirkung, mit gestalteten Reklamewänden und ordentlich unterhaltenen Fassaden (…)


Weiter nach hinten, in der zweiten und dritten Reihe, gab es die preiswerteren Grundstücke. Dolfs ehemalige Eisfabrik stand in der vierten Reihe. Bereits vierzig Jahre zuvor war sie kein Repräsentationsbau gewesen. Eine nüchterne Doppelhalle aus Brandschutzgründen, verbunden mit einem Schiebetor, das seit Jahren nicht mehr funktionierte. Ehedem glänzende, heute matt korrodierte Wellblechflächen bildeten die Fassade. Die zweite Hallenhälfte war dick isoliert. Dort war das Eis gelagert, kommissioniert, verladen worden, zunächst in einfache Lieferwagen, später in Kühltransporter, die am Ende der siebziger Jahre aufkamen … (Schatten, S. 129)