Hafenpromenade Joop

El Portús



Anmerkung: dort sitzt der untenrum nackte Holländer
Fakten: = in Iberische Schatten = Ort existiert
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Der Hafen von El Portús war an sich nicht hässlich. Nur irgendwie verbaut, von der Natur und von den Menschen.


Die Launen der Natur hatten seitlich vor den Strand einen Felsen hingeklotzt, der den Badegästen die Aussicht auf die Bucht und die Vormittagssonne verbaute und größere Schiffe daran hinderte, den Kai zu erreichen. Der Anleger war kurz, nur für kleinere Arbeits- oder Fischerboote.


Die Menschen hatten den sanften Abhang, der zur Küste und zum Strand hinabführte, mit einer Ferienkolonie zugebaut, deren Häuschen einem zutiefst demokratischen Gestaltungswillen zu folgen schienen: Alle mussten gleichförmig unansehnlich sein.


Die schmale Bucht von El Portús lag abseits der Küstenstraße, niemand verirrte sich zufällig hierher. Das machte sie interessant für Leute, die gerne unter sich blieben. Sie war fest in der Hand von Nudisten. Oben an der Abzweigung von der Küstenstraße war das eindeutig markiert, Campo nudistas, es gab keine Probleme. Wer nach El Portús kam, hatte dort zu tun, Geschäfte zu machen, oder wollte nackt sein. (Schatten, S. 125/126)