Ferretería

Felipes ferretería (Eisenwarenhandlung)



Adresse: Pio XII, 14
Fakten: = in Iberische Hitze = Ort existiert anderswo = tatsächlicher Ort
Realer Name: Autoservicio
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An der ferreteria ging Dolf rasch und mit gesenktem Kopf vorbei. Ihm war jetzt wirklich nicht nach der Aufgeräumtheit von Felipe, der ihm für alles und jedes, ob Werkzeug oder Material, die Version aus Edelstahl empfehlen würde, »¡Mejor acero!« (Hitze, S. 115-116)

Die buntgestreiften Markisen der ferretería leuchten Dolf entgegen wie die grünen Palmwedel einer Oase in einem von Santes’ Reiseprospekten. (Hitze, S. 188)

Felipes ferreteria sah aus wie die meisten Eisenwarenhandlungen. Dolf schlängelte sich durch die rollbaren Verkaufsständer vor dem Eingang, auf denen der alltägliche Touristenbedarf von Schlüsselanhängern und Postkarten, chanclas und bañadores, Sonnenhüten, Brillen, Cremes und Badematten angeboten wurde. Er trat in das eigentliche Ladenlokal. Dort sah er sich einem Sammelsurium von Material, Werkzeug und Spielsachen gegenüber, von der Pinzette bis zum kompletten Schutzgasschweißgerät. Es gab Angelruten bis sechs Meter Länge, Grillzangen und Bratenwender, aber auch komplette Gasgrills und Räucherboxen, selbstverständlich aus Edelstahl, Schrauben und Nägel in allen Formen und Legierungen.

Gestapelt und aufgehängt war das alles bis unter die Decke, verräumt, organisiert und geordnet nach einem System, das nur Felipe selbst und seine dickliche Frau durchschauten. Schon der Lehrling, der im Laden arbeitete, seit Dolf sich erinnern konnte, verstand die Logik nicht mehr. Jedenfalls mussten ihm fortwährend Kommandos und Hinweise in höchster, kreischender Lautstärke zugerufen werden. Vielleicht war der junge Mann aber auch einfach schwerhörig. (Hitze, S. 220-221)