Dolfs Rumpelkiste

Wieso ausgerechnet Cartagena als Handlungsort für einen Krimi?


Spanien im Sommer, das ist für die Meisten: Sonne, Sandstrand, Meer. Cartagena bietet all das, bloß anders als in Form der Bettenburgen, die an der gesamten Mittelmeerküste südlich von Barcelona und nördlich von Malaga aus dem Boden gestampft wurden. Nicht so in der Provinz Murcia, die den Spaniern als abgelegen und rückständig gilt, als Land der Gemüsebauern, das Ostfriesland Spaniens. Weil es dort keinen internationalen Flughafen gibt.

Wer das spanische Küstenleben hinter den Betonkulissen kennenlernen will, der kommt an die Costa cálida, in die Gegenden von Cartagena, Mazarrón und des Cabo de gata. Bildungshungrige Reisende besuchen die antiken Ausgrabungen mitten in der Stadt Cartagena, deren Wurzeln weiter zurückreichen als der Begriff der iberischen Halbinsel. Die großen Kreuzfahrtschiffe machen auf ihren Mittelmeertouren selbstverständlich Station im Hafen mit der fußläufigen Altstadt und dem römischen Amphitheater.

Aber Cartagena hat mehr typisch Südspanisches zu bieten als Meer und Historie. Vor den Toren liegt La Union, eine Minen- und Bergarbeiteransiedlung in einer kargen Gegend am Meer, in der schon seit dem Mittelalter Eisen, Zinn, Silber und Blei abgebaut wurden. Dort wird im Rahmen des alljährlichen Flamenco-Festivals in einer ehemaligen Jugendstil-Markthalle (der „Catedral del Flamenco“) alljährlich die „Lampara minéra“ (Grubenlampe) vergeben, der renommierteste Preis für Flamenco-Gitarristen im gesamten Land.

Mit seinem Musikfestival Mar de musicas an einem atemberaubenden Festivalort, einem Freilufttheater am höchsten Punkt Cartagenas mit Blick auf Bucht und Hinterland, zieht die Stadt jeden Sommer die großen Namen der Flamenco-Szene an, ebenso wie Stars und Newcomer der internationale Weltmusik.

Cartagena ist nicht besonders schön, jedenfalls nicht auf den ersten Blick. Der kaum bedeutenden Industriestadt sind ihre proletarischen Wurzeln zwischen Bergbau, Metallverarbeitung und Hafenbetrieb anzumerken. Die Zeugnisse ihrer ehemals stolzen Geschichte liegen in Ruinen. Dies alles und die relative Abgelegenheit vom Touristenstrom bewahrten ein Stück ursprüngliches Südspanien an der Küste. (Im Landesinneren gibt es zwischen den Touristenmagneten Sevilla, Cordoba, Granada bekanntlich weite, vom Tourismus fast unbeleckte Landstriche).

Doch für die Küstenregion, für das Spanien der Wunschträume und der Vorurteile, ist Cartagena so etwas wie die Reise in die Vergangenheit, zu den Ursprüngen. Das macht die Stadt, die leider kein wirklicher Geheimtipp mehr ist, zu einem Juwel nicht nur für historisch interessierte Leser und Leserinnen, sondern für alle, die neugierig sind auf das Spanien abseits der etablierten Reiseziele.

Außerdem verbringt der Autor seit 15 Jahren seine Sommer in der Nähe der Stadt und kennt sich daher ein wenig aus. » Video zu den touristischen Sehenswürdigkeiten Cartagenas (in englischer Sprache)


Notizen, Übersichten, Skizzen, Material

Vorsicht, es staubt und krümelt!


Dolfs Rumpelkiste nennen wir, die Frauen von sk-design und ich, diese Abteilung für hardcore-interessierte Leserinnen und Leser.
Manchmal, wenn mich ein Buch oder ein/e Autor/in gefesselt hat (oder mir langweilig war), habe ich mir gewünscht, Hintergründe oder Details zur jeweiligen Veröffentlichung zu erfahren. Dies hier ist die Servicefläche für Leserinnen und Leser, denen es mit meinen Büchern ähnlich geht.
Bei Interesse gibt es hier demnächst Übersichten über Figuren, ihre Namen, Biographien, Eigenschaften und sprachlichen Eigenheiten, gibt es Listen zu Daten und Orten. Als erstes folgt bereits jetzt eine Art Schreibtagebuch („writer’s blog 2015“), in dem ich Woche für Woche Arbeitsfortschritt und Grad der Zufriedenheit mit dem entstehenden Text dokumentiert habe, nicht zuletzt, um im Nachgang Erfahrungen auswerten zu können.

Zwei Warnungen:
1) die folgenden Texte sind Notizen und Arbeitsunterlagen – roh, stichwortartig, abgekürzt bis zur Unverständlichkeit. Sie sind nicht leicht zu lesen.
2) (Spoilerwarnung) hier wird nicht nur erklärt, wie die Cartagena-Trilogie aufgebaut ist und alle Spannungselemente, Hintergründe und Geheimnisse werden beschrieben, oft wird auch deutlich, auf welch platten ursprünglichen Ideen die Geschichten basieren. Leider können die folgenden Seiten sehr entblößend (für mich) und enttäuschend (für Sie) sein.

Wenn Sie es dennoch versuchen mögen - viel Spaß! Vor allem viel Geduld.


Writer’s blog 2015

Mi., 7. Januar 2015
Das Jahr, in dem Buch (das spätere Iberische Hitze) erscheinen soll, hat angefangen. Am Samstag nacht aus den Skiferien zurückgekommen, eine Horror-Rückfahrt, zwölf Stunden statt der üblichen acht, in Schneetreiben und Schneesturm und fünfundzwanzig Kilometer Stau und stockender Verkehr. Der erste Mittwoch im neuen Jahr hat Kapitel 3 des zweiten Bandes (das spätere Iberische Schatten) ergeben. (S. 8-11)

Zur Vorgeschichte:
Im Frühjahr 2013 war nach den Osterferien eine erste Version fertig (”Das Elixier”) nach ca. drei Jahren (unterbrochener) Arbeit daran. Gattin sagt: Die kann man niemandem zeigen. Armin G. bekommt sie dennoch. Das dauert, weil er viel zu tun hat (als Übersetzer und Literaturagent). Vor einem Termin bei ihm, einer (wiederkehrenden, größeren) Einladung zum gemeinsamen Singen (acht SängerInnen) mit anschließendem Abendessen, dränge ich ihn zu einem Feedback (“Ich kann sonst nicht singen!”). Es fällt sehr positiv aus.
Weitere Wochen später kommt ein Anruf von Armin, er hat das Manuskript fertig, “Damit hatte ich aber tierisch viel Arbeit.“ Heißt für den Autor im Klartext: Das Ding war sehr schlecht. Entsprechend defensiv meine Reaktion “Das ist doch sehr löblich.” Die bekommt Armin in den falschen Hals, ist stinksauer, fühlt seine Mühen nicht wertgeschätzt. Seine Anmerkungen sind einschneidend, tiefgreifend und bitter: Dolf (der in der Phase noch Alef hieß) erzählt Xavierras Vorgeschichte am Ende, während er warten muss, dass Xavierra ihn vorlässt: Geht gar nicht. Es gibt zu wenig Lokalitäten zu wenig Lokalkolorit, zu wenig folkloristische Figuren, zu wenig Bäckereiverkäuferinnen. Zu wenig des (täglich) wiederkehrenden “mucho travajo – poco dinero”. Und: Alef sollte kein Deutscher sein, sondern ein Spanier mit Deutschland-Erfahrung. Dazu fast fünf Seiten enggedruckte Anmerkungen, so etwas wie ein komplettes Gutachten und, zumindest auf den ersten hundertfünfzig Seiten, ein ausführliches Lektorat – und auf den letzten Seiten ein heftiger Verriss.
Hab ich also umgearbeitet. Fast alle von Armins Vorschlägen umgesetzt, bis auf einen: Dolf kann kein Spanier sein, auch kein langjähriger Deutschland-Gastarbeiter. Das bringe ich nicht fertig. Das ergab die zweite Version (“Cartagena Cocktails”).
Die ging an Peter S. (Fernsehautor, Sitcom-erfahren, z.B. bei Schöne Aussichten, ZDF 2000). Feedback: “Witze lahm, Geschichte ganz okay, vielleicht zu wenig kriminalistisch, Ton gut, aber: Erst auf Seite 65 wird klar, dass es tatsächlich um einen Mord geht. Geht gar nicht.”
Daraufhin schreibe ich drei neue Kapitel/Szenen, die vorangestellt werden und Alefs Version der möglichen Tatabläufe darstellen sollen: Tomás bringt sich in der Apotheke selbst um; Tomás wird von Ginés und dem Killer umgebracht (wie Dolf es jetzt Concha erklärt); der Fake-Zeitungsartikel (den ich vorher schon hatte, von dem ich aber nicht wusste, wo er hinsollte), der über den mysteriösen Todesfall in der Apotheke berichtet. Als ich später Peter erkläre, dass ich noch einmal umschreiben will, sagt er: “Schreib nicht mehr um, biete das an. Das muss jetzt ein Verlag lesen, um zu sehen, ob das was wird.“
Deshalb geht diese dritte Version an einen Agenten, der zusammen mit seiner Gattin eingehende Stoffe liest und prüft und beurteilt. Das Feedback-Gespräch dauert lange (zwei Stunden) und ist intensiv. Kurz zusammengefasst: Alef (72) ist zu alt, der Sex ist zu oral, dass er eine Prothese trägt, darf nicht vorher verraten, das Wort nicht benutzt werden.
Daraus entsteht die vierte Version. Dazu noch ein Exposé nach Erfahrungen und Vorgaben der Agentur: Warum ausgerechnet Cartagena als Handlungsort, zwei (anderthalbseitige) Vorschläge für Geschichten, wie die Reihe weitergehen könnte, eine Lebenslauf. Inzwischen ist Armin verstorben und wir sind im Frühjahr 2014. Manuskript und Exposé werden im Herbst von der Agentur an zwölf oder fünfzehn einschlägige Verlage geschickt.
Im Sommer (Anfang der Ferien, in C.,) erreicht mich der Anruf des Agenten: “Ein Angebot liegt vor. Kann ich die anderen Verlage anrufen?” Sehr gern kann er das und tut das auch.
Das erste Angebot von Verleger sollte aber leider auch das einzige bleiben. Es gibt lange nicht soviel Geld wie erhofft. Aber viel mehr als befürchtet. Immerhin fand sich überhaupt ein Verlag, der das Buch machen will!
Im September 2014 kommt der Vertrag, Agent verhandelt nach. Schließlich Unterschriften. Es ist amtlich. “Sie sind jetzt Autor.”
Im Dezember 2014 fragt Verleger an nach Titelvorschlägen, Coverwünschen. Titel und Umschlag werden festgelegt für die Vertretertagung. Schwiegermutter organisiert Giveaways für die Tagung: Jeder Vertreter soll ein kleines Beutelchen mit Süßigkeiten bekommen, ein Mini-Fläschchen Schnaps, einen Fächer aus Cartagena. Um das Buch ins Gedächtnis zu klopfen. Dass die Sachen tatsächlich aus Madrid kommen und nicht aus C. - was soll’s. Schwiegermama hat auch die spanischen Brocken Korrektur gelesen und verspricht ihre Anmerkungen für Weihnachten.

Versionsgeschichte:
1. Version (Paula): Stadtgeschichte(n) viel zu lang. Viel zu berichthaft. (»Das Elixir«)
2. V. (Armin) “Da ist dir was gelungen”, später: Geht gar nicht.
3. V. (Peter): “Muss an einen Verlag.” (»Cartagena Cocktails«)
4. V. (Peter M., Agent): Dolf jünger, Straffungen
5.+ 6. V. (Agent) Anfang verändert (neues erstes Kapitel); Santes früher eingeführt, Selbstbeschreibung (Äußeres) von Dolf.
7. V. Anfang nochmal verändert, schließlich alle neugeschriebenen Anfänge verworfen und zurück zum allerersten Anfang: “Abre!” (Fassungen 4-7: keine wirklichen Neufassungen, aber verändert), spanische Erläuterungen angefügt.
8. V. ging an Verleger; Lektorat: Rechtsmedizinerin statt Gerichtsmedizinerin, alle Zahlen in Worten; aber vor allem: Die Kurzsätze, die Spannend. Wirken. Sollen. Sind maniriert und müssen so weit wie möglich raus.
Ab September 2014 ausarbeiten der (dritten!) Geschichte, die Verleger für den zweiten Band ausgesucht hat: ein plot in zwei Zeiten, Gegenwart und Vorgeschichte. (Hat bis hierher irgendjemand erkannt, dass ich den Protagonisten so alt machen konnte, weil ich alle Nachfolgebände DAVOR spielen lassen wollte?)
ENDE der Vorgeschichte.

14. 01. 2015
Erkältet, Halsweh. Unmotiviert
Kapitel 4: Dolf leiert aus Angel die Nummer des Chinesen heraus.
Muss noch die Päckchen für Verleger packen.

21. 01. 2015
09:00 h: Am Freitag war der Verleger zu Besuch (privater Anlass). Zwischendurch haben wir ihm eins der Päckchen hingestellt; skeptische Miene. Dann aufgemacht, angeschaut. Kann man machen. Am Ende hat er das Paket (Umzugskarton) brav mitgenommen und am Montag kam die Mail, dass die Sachen gut in Berlin angekommen sind.
Vorgestern Telefonat mit Agent. Stand der Dinge. Bericht vom Besuch des Verlegers. Bericht vom Telefonat mit Verleger: Gibt/Gab es alternative Titel? Ideen für den Umschlag? Mit der Privatlektorin/Gattin ein Wochenende reingesetzt, 20-30 Titel, 3 Untertitel-Vorschläge gemacht, diskutiert, verschickt. Einer ihrer Vorschläge ist es dann geworden: Iberische Hitze. „Damit arbeiten wir jetzt erst einmal“. Illustrationsvorschläge: Rezeptur, Apotheke, Landschaft Campillo de adentro: wüstig, karg, trocken, heiß. Keine Ahnung, was dabei rauskommen wird (der E-mail-Verkehr war Ende Nov, Anfang Dez, glaube ich). Agent findet den Titel Iberische Hitze gut. Weitere Tips: Für die Vorschau anbieten, dass ich auf Lesereise gehen möchte, wenn Ferien, Feiertage das erlauben. Vorschlag Auftaktlesung in der Buchhandlung, die ich frequentiere. Muss ich bald angehen. Leipziger Buchmesse, Lesestunde vom Verlag organisieren lassen. Auch von Jazzmanagers LitCol-Idee hab ich erzählt.
Bruder organisiert einen 14-tägigen Segelturn (Nordspanien-Balearen bzw. Südfrankreich-Korsika.) Mit Skipper?
Kapitel 5 steht an. Dolf muss in den Lieferwagen der Chinesen.
11:45 h: nur drei Seiten (von derzeit 23). Stress!

Mi., 28. Jan 2015
08:15 Männer gestern gestritten. Pegida-Demo. Saublöd. Rotweinverkatert. Heute muss Dolf nach Ibiza. 13:11 Kam er aber nicht. Lang und ausführlich über das Boot und Logbuch und ewig schwadroniert. 6 (von 30). Laber-Tag. Muss zur AG-Präsentation in die Schule.

Mi., 4. Feb, 8:45h
Den gesamten Sonntag in einer Sporthalle in Sundern/Sauerland verbracht; B-Quali für die Westdeutschen Meisterschaften Volleyballjugend Mädchen U16. Mit Bernhard N. gequatscht. Was ich mir verspreche vom Berühmtsein. Wie ich mir Lesereisen vorstelle. Wie die Vergütung von E-Books ist. Wie der Schreibprozess verläuft. Nicht alle Antworten waren intelligent (oder jugendfrei). Aber die Zeit ging vorbei. Die Mannschaft der Tochter hat alle drei Spiele gewonnen. „Shake Baby, Baby shake!“ aus drei Mädchenkehlen auf der (langen) Rückfahrt durch die Nacht bei Regen und Schneetreiben. 13:07 Ausgesolitärt - zwei Stunden. Und erst drei Seiten geschafft. Und erst vom 6. Kapitel: die Hintergründe des Yachtbetriebs. Navi, Logbuch, etc. Langweilige Scheiße. 17:04 Dolf ist auf dem Flug nach Ibiza. 34 S. In zwei Stunden kommt die britische Gastschülerin an.

Di, 10. Feb.
Konferenzfreier Dienstag. 14:33 müde; 18:10 Spätzle für Gastschülerin, Ibiza gegliedert, Dolf endlich auf dem Flug (ca. 37 S.)

11. 02. 2015, 8:14
Tag vor Weiberfastnacht. Um sechs hat Celia ihren Auftritt in den „kleinen“ Sitzung. 9:24: Kap 7 fertig (41 S.) 10:07: Halbe Stunde Fotos Ibiza Party und Altstadt geguckt. Dizzy. 12:30 Ende der Kaffeepause 16:34 Feierabend. Dolf ist durch den Club gestromert (skizziert, muss Feli noch finden) 42 S.

13. 02.
Neues Safari runtergeladen, Rechner geschrottet. Der Typ, der unseren Support macht, ist nicht erreichbar (Nummer existiert nicht mehr). Sauer.

Mo, 16. 02.
Rosenmontag 14:49. Alle sind auf dem Zug. Ich hab Zeit. Kap 8: Dolf stromert im Hotel herum. (47 S.)

17. 02.
13:23 Die Mädchen sind auf dem Zoch. Zwei Stunden zumindest. 14:47: Dolf und Fuentes labern im Fischrestaurant. 49 S.

18. 02.
Aschermittwoch 10:00. 10:53 Kaffee. Jüno am Quatschen, skizziert. Sabadell über Danz, skizziert. 12:35 Heuteshow zu Ende geguckt. 14:05 Fuentes und Dolf waren beim Eifrigen. 54 Seiten - ein Sechstel ist geschafft! 14:29 Feierabend. Bzw. Solitär.

25. 02.
B-Day. Bis mittags hab ich Zeit, dann muss ich Fischsuppe kochen, Wein kaufen, etc. 8:16h: Jüno zickt. 9:36: Solitär gewonnen. 11:28 Ende (59 ½ S.) Agent gratuliert, Petra gratuliert, Reiseveranstalterin gratuliert.
Abends kamen noch zwei Covervorschläge rein. Absolut keine Zeit, darauf zu antworten: eine Windmühle in einem Getreidefeld, gelb und heiß, der Horizont dramatisch gekrümmt, der Himmel dräuend verdunkelt. Wunderbar. Das zweite ein Plastikboot, am glühendheißen Strand vertäut, dahinter eine Strandbude, das Meer und zwei kegelige Berge. Heiß und zugleich kühl, grüne moderne Schrift. Auch sehr gut. Verleger neigt zu Boot. Wegen der klassischeren (Serifen-) Schrift und der wärmeren Farbgebung tendiere ich zur Mühle. Und heute (28.02.) schreibt Verleger, dass sie es tatsächlich genommen haben! Die langweilige Mühle! Und ich bin schuld. Herrlich!

Mo., 9. März
7:41 Heute früh zwei Stunden freigeschaufelt, weil wg. JuMu für den Tag befreit. Weil am Mittwoch Fortbildung Physik mit dem Smartphone war. James Lee Burke: Regengötter. Tatsächlich eine interessante Hauptfigur, viel mehr hardboiled als Dolf, Rücken- statt Beinschmerzen. Und ebenfalls eine viel jüngere Gespielin. Traum alter Männer, scheint es. Story etwas unentschlossen, saubrutal und dann wieder biblisch/lyrisch/sentimental. Hochspannend, thriller. Sonnenuntergänge in jeder rotfarbe von lavendel bis purpur, Sandwirbel, Staubschleppen und Steppenläufer an jedem neuen Schauplatz. Michael Dobbs: House of Cards. Abgefahren spannend, abgründig, fies. Alle Frauen willig und wunderschön. Alle Männer machtbesessen und intrigant. Aber wie der Klappentext sagt: Der Mann weiß, wovon er erzählt. 10:01 müssen los (66 S., stolz) Jüno wehrt sich im ersten Verhör.

Mi., 11. März
8:40 Ross Thomas: Fette Ernte (von 1975, neu übersetzt; grandios bis jetzt). Heute weniger Gelabere, hoffentlich. 12:47 hat nicht geklappt. Törtchen von A.s Geburtstag. Nadina muss Dolf ins Bett zerren. Keine einzige Seite (nur Korrekturen an den Seiten von Montag).
15:22 Habibi-Platte verputzt, Solitär gewonnen. Noch immer nichts.
19:14 (72 S.) entweder gut gelaufen. Oder zu müde, um kritisch zu sein. Nadina hat Dolf im Labor ertappt.

18. 03.
Blockupy bei der EZB-Eröffnung in Frankfurt. Brennende Autos, Steine auf Polizisten. Dolf und Nadina, hoffentlich. 7:54 Nadina zerrt Dolf ins Bett. Zum dritten Mal, dass ich mir die Szene vornehme. Entweder sie ist besonders schwierig oder mir besonders wichtig. Beides keine guten Zeichen. 9:45 Nadina hat die Tür hinter sich zugezogen. Schwitzig, aber hoffentlich noch geschmackvoll.
Ross Thomas, Fette Ernte: Brillant. Aber die Auflösung durch einen (höchst motivierten) Zufall? Geht eigentlich nicht. Meine eigenen Twists sind ja schon schwach, aber das war echt mutig. Figuren, Plot, Setting – alles ganz große Klasse. Dialoge sowieso. 11:57 Gedaddelt, Kaffeepause endlos. 14:57h. Zweite Jüno-, erste Nadine-Vernehmung. (81 S.) Nicht ausschließlich Gelaber.

30. 03. 15, 11:48
Warten auf Handwerker - Heizung ausgefallen. Letzte Woche mit 10c in Italien, Venedig, Verona, Gardasee (Inselschloss der Carrazza-Borghese; Sirmione und die Höhlen des Catull). Zwei eingetretene Türen, sonst keine Vorkommnisse. 15:08h Außer Fetzen nichts gewesen. Germanwingsabsturz gegoogelt, Maddie nachgesehen. Unzufrieden. 16:27 Namen der Mädchen genannt. Aber Feli noch nicht skizziert. Nur drei Seiten (84 S.)

31. 03.
Zahnarzt bis halb elf. Heizkessel kaputt, nur kalte Dusche. Taube Unterlippe. Nadina kommt nochmal bei Dolf vorbei. 14:47 drei Seiten Gelaber zwischen Feli, Jüno und Dolf. Geht so noch nicht. Noch im Konzept. Tochter braucht ein Fahrrad. (88 ½)

1. April
9:46 Billie Holiday: Fine and Mellow, Strange fruit; David Nicholls: Roman mit 35.000 Wörtern nach einem Jahr weggeworfen. Ich bin bei 29.000. Eduardo-Geschichte strukturieren. Hard work. 11:39 Diskussion Tochter – wieviele Übernachtungsgäste pro Woche? Edu in drei Wohnungen? Schwedin, Santes, Crackhöhle (plus Ferienhaus Dolf). 18:51 Dolf-Edu strukturiert, Schwedin, leeres Haus, Benito frissts.

2. 04.
Kessel kam um 6:45; Installateur um 8:15; neue Heizung. 9:02 Jüno-Feli überarbeiten. 15:30 erste warme Dusche seit einer Woche. 17:57 muss zum Flughafen, Gattin ist aus Bologna zurück. Dolf hat Edu im schwedischen Liebesnest besucht. (92 ½)

6.4.
Ostermontag, 11:26 zwei neue Szenen sind nötig: warum interessieren sich die Ermittler überhaupt nicht für Gunthers Abfahrt? Recherche im Hafen, im Hafenrestaurant. Am Samstag in Notizen reingehauen. Sonntag war die Verwandschaft da. Dolf und Santes müssen ins Bett. 12:51 Dolf labert mit Edu, viel zu lang (96 S.) 15:00 Müh und Not, im Bett mit Santes. Kann auf keinen Fall so bleiben, ist aber erstmal so. Geschwätzig. (101 S.; eigentlich sollte ich froh sein!)

Di., 7. April
10:05 Edu halbes Jahr später, leeres Haus. 11:28: nur rumgedaddelt keine einzige Zeile geschrieben. 12:14 nicht besser. Aber wenigstens Solitär gewonnen. 14:04 Eduardo in der leeren Wohnung, Dolf macht Benito platt (104 ½ S.) 19:04 Solitär gewonnen. Rumlesen. 20:18 Neue Struktur, Haven (Rohstogg) kommt früher; Bodo ist der neue Benito; die Hure mit dem guten Herzen.

Mi., 8. April 2015
8:37 Um zwölf den Vertikutierer holen, deshalb heute hurtig! 10:29 junge Hure, alte Hure. Ziemlich geschwätzig, ziemlich roh. (110 S.)

Do., 9. 04.
15:02 Morgens neues Fenster Treppenhaus. 16:38: bis Hodenabdrücke (113 S.)

10. 04. 15
8:46 Nachmittags kommt die Gattin aus Madrid zurück. Also hurtig. Die große Wohnmobil-Verschwörung steht an. 12:34 Pickup gesichtet, Hurra! (119 ½ S.)

Mi, 15. 04.
7:56 Heute Fensterputzer, daher nur 2 Stunden bis 10. Hurtig. 11:15 Fensterputzer machen Kaffeepause, Cracklabor ist ausgeräumt! (126 S.) aber ziemlich skizzenhaft. 14:28 Feierabend. Nur noch ein bisschen weiter skizziert; Edus Entzug, Edu bei Santes in der Wohnung.

Mi., 29. 04.
9:07 Wegen 1. Mai kommt die ZEIT schon am Mittwoch. Gut, dass das nicht jeden Mittwoch so ist. Letzte Woche Eastbourne, muss ich so gut wie geht aufholen. 10:26: keine einzige Zeile; 12:05 noch immer keine Zeile. Edus Schuldealertätigkeit und der kalte Entzug scheinen hohe psychologische Hürden aufzurichten (welches collegio? Karte nachschauen etc.); 15:49: Edu keuchend in seinem Unterschlupf. Fast nur alten Text/Notizen überarbeitet (130 ½ S.) 18:54 Feierabend. Jede Menge Faces of Meth gesehen, Crack recherchiert, Augen verdorben.

Fr., 1. Mai
12:22 Schwerer Anfang. Edus Drogengeschichte war von Anfang an nur behauptet. Jetzt muss sie schwitzen. Vor Entzug. 13:31h Russian Solitaire: played:1, won:1:–100%. Zähne putzen. 16:32: Benitos übles Geschrei (137 ½ S.)

Sa., 2. Mai
11:46 Entzug steht an. 12:49 Nur gelesen, die ersten 40 Seiten; viele Redundanzen, muss beherzt eingekürzt werden, aber zum größten Teil brauchbar; Tempo lahmt oft. 14:40 Nach Einkauf. 16:52 Entzug durchgeschrieben. Kann so nicht bleiben, taugt aber als Gerüst. Hoffentlich hart. (145 S.)

Mi., 6. Mai
7:59 Zustand nach Männerabend und Rauchen. Wieder 2013. Bodo wird hopsgenommen. 11.18: Schule gehen. 13:42 Wiederkommen. 15:07 Fräulein Liu hat den Knopf aus dem Ohr genommen. (150 S. – die Hälfte ist geschafft!)

Sa., 9. Mai
10:04 Der Trend geht zum zweiten Schreibtag/Woche. Zwar ist die Hälfte Text produziert, aber eben nur Vortextgeschreibsel, weit von der ersten Fassung entfernt (Lokalkolorit, spanische Brocken, Jahreszeiten, Nebenfiguren – Ce hat mir beim Frühstück den Unterschied zwischen Type und Charakter erklärt, machen sie gerade in Deutsch in der 7. Klasse. Spannend. Isabella Alahan, Helene geht baden: fast nur Typen, die sie aber über kurzbiographische Miniaturen als Charaktere verkauft; manchmal nervig (Dreischritte, Exkurse – leicht zu erinnernde Anfängerfehler. Sehr hoffe ich, dass meine Anfängerfehler schwerer zu erkennen sind).
Exkurs: Arbeitsdateien
Es gibt immer vier gleichzeitig xxx1F ist die erste Fassung. Hier kommen Textblöcke am Feierabend hinein, zum Teil mit # oder ###-Markierung und Notizen zur Überarbeitung; xxxNotizen: Bausteine, Arbeitsanweisungen (to-do-Listen), biografische Notizen, Zeittafeln, Ort- und Fahrzeugverzeichnisse; xxxPlot: Struktur in durchnummerierten Bildern/Szenen. Vom Oneliner/Einzeiler bis Dialogfetzen; Baugerüst, hatte zu Anfang ca. 25 Seiten, ist jetzt auf 19 runter (bei 68 Bildern). Hier drin wird gearbeitet. Am Ende des Tages ausschneiden/einfügen in xxx1F (und Seitenzuwachs notieren!); writer’s blog: Tagebuch zur späteren Erinnerung (dies hier!); Vergewisserung; gute Tage: 4-6 Seiten. schlechte Tage: 0 Seiten. Vortext, wie gesagt.
Li hat Volleyballturnier, Ce ist zur Carmen-Probe. 16:15h: Reden, Ce holen, Einkaufen. Erste Hälfte Kap 36 geschrieben: Liu ist der zweithäufigste Name (gelogen!) (154½ S.)

Mi, 13. Mai,
8:44 Langes Wochenende vor der Tür. Da sollte einiges laufen: Reisedokumente Ce+Li, iPod zurücksetzen, Moselwanderung. 10:00: 157 ¼ S. Sie haben Bremers (Feller) Handynummer. Sie müssen nochmal nach Ibiza. 12:39: nach Bank, Fahrradladen, Telefonaten - zweiter Gang. 13:59: bis Kap. 48 grob strukturiert. Bis Ibiza vorläufig geschrieben (159 S.) 15:17: Dritter Angang. 16:45: Borgen, 1. Episode: groß und erhaben. Und total rührselig. Struktur bis Cartagena wieder ziemlich durcheinandergebracht. Krux: nur Dialoge, nur Krimihandlung, nur Gelaber, viel zu viel. Fehlt das Fleisch, die Details, das Saftige, wird noch viel Arbeit. 17:30 Feierabend.

Fr., 15. Mai
12:32 Nach Augenarzt, Kochhaus, Muji, Media Markt, jetzt aber. 15:42h Nadina hat Namen genannt, falsche. 165 S, fast nur Gelaber. Jetzt neue Navi-DVD holen.

Sa., 16. Mai
15:35 Einkaufen. 18:31: 168 ½ S. Nadina will auspacken. Schrott, zusammengefegt, zu dialoglastig, holprig. Stochern im Trüben. Kein Packende. Schwammig.

So., 17. Mai
10:16 Namensunzufriedenheit. Dole, Dolo, Rudolf, Rudi, Anton, Toni, Alfons (war). Dolf von Rudolf.

Mi., 20. Mai
8:48 (Borgen binge viewing - Sucht! Aber auch zuu gut). Sind meine Charaktere zu flach? 10:12 Nadina hat den Mädchenhandel erklärt. Superschwach und floskig. 172 ½ S. 17:25 Felis Delir, Dolfs gute Zeit bis zur Energiekrise - erste Hälfte geschrieben. Taugt vielleicht. 175 S.

Sa., 23. Mai
12:06 Keine Arbeit, nur planen. Verleger beruhigt am Telefon. Am Mittwoch abend endlich erreicht. Vorschau ist da. Spitzentitel Januar 2016. Auslieferungstermin 3. Dezember. Agent gratuliert. Plot hat wieder 25 Seiten, Notizen 16. Vier offene Dateien: 1. Fassung, Plot, Notizen, Blog. Blog nur zur Selbstüberprüfung – zum ersten Mal schreibe ich auf Termin. „Alle anderthalb Jahre hau ich so ein Ding raus“, hab ich (dem Agenten) großspurig verkündet. Jetzt muss ich das einlösen. Ab Vertrag (Sept. 2014) wäre das März ’16. Sollte zu halten sein. Als ich den Termin gemacht hab, kamen mir 18 Mo lang vor. (Weit gefehlt!) Text wird zu kurz! 45 Bilder (von 72) und erst 175 Seiten. Macht 280 geschätzt. Fehlen noch 40 Seiten Athmo und Hispaniolika, ohne langatmig zu werden, am besten. Muss man gucken. 12:53 geduscht und los. 13:48: 180 Seiten, 393.000 Zeichen=2200 Zeichen/Seite. Wird also etwas mehr- 218 S. Rückblende Dolfs Vorgeschichte steht. Kann einiges davon bleiben. 20:17 Fuentes verplappert sich. Dolf ist verdächtig! (185 ½ S.)

Di., 26. Mai
9:53 Gestern letzte Ce in Carmen-Vorstellung, spät geworden. 12:26 keine einzige Zeile. Ibiza/Formentera Filme geguckt. 16:02. Zwei neue Formentera-Kapitel. Ziemlich basic. (189 ½ S.)

Mi., 27. Mai
9:12 Um 11 Termin SL+SL. Also hurtig. 17:11 h, nach aggro-Termin. Feierabend (193 ½ S.) Fahrrad abholen! 19:00 Kapitelnummern geändert, 75 Kapitel insgesamt. Sollte reichen. Aber: Noch viel zu tun, Einiges ist in schlimmem Zustand.

Sa., 30. Mai
12:12 Plotten: Dolfs Agonie, Fuentes stellt das Verfahren ein, Liu in eine Falle locken?

Mi., 3. Juni
9:02 Unmotiviert, geraucht; gestern Verleger getroffen. Iberische Hitze muss am 1. September in die Herstellung - deadline für Überarbeitungen. Wer das Lektorat macht, ist noch nicht klar. Sonst alles soweit gut. 3 ½ Tausend werden sie drucken/reinverkaufen. Was sonst noch läuft, bleibt abzuwarten. Zur Auftaktlesung möchte er eingeladen werden. Heute steht an: Jünos Verhör. 11:19 Rauchpause. 13:29 Dolf wird fallengelassen. Alles sehr verlabert. (199 S.) Termin Latinum, Brink, Steinkuhle. War nicht mehr zu holen. Aber für die Lateinnote hat es was gebracht. 21:38h Rest durchskizziert. Läuft. Bis auf: Wie erfährt Edu von der gemeinsamen Nacht?

Do., 4. Juni, Fronleichnam.
8:48h. Edus Agonie und Showdown Laufkatze geschrieben, außer der Reihe. War dran. Geht ganz spannend. 12:51 (o.S. = ohne (vorläufige) Seiten produziert zu haben, nur vorgeschrieben) 16:48 Ce ist nach Kirchähr. Zweite Schicht. Felis Förstervater. 17:30 Feli versorgt. Rauchpause (202 S.) 19:25 Dolf-Angel-Fuentes vorgeschrieben (o.S.)

Mi., 10. Juni
7:59 10er Abschlusswoche-viel Grillen. 11:56 Raucherpause. Dolf ist mit Fuentes fertig, hat Edu und sich in der Baracke untergebracht und Edu weiß über die schlimme Nacht Bescheid. (216 S., war fast alles vorgeschrieben)

Do., 11. Juni
17:28h Glattschreiben des Laufkatzen-Showdowns – ist gestern liegengeblieben (Li zur Paddelboot-Klassenfahrt). 19:01h Feierabend (224 S., showdown war 98% vorgeschrieben).

Mi., 17. Juni
7:59 Li nach Lüttich, Ce Sprintcup, Pa Berlin. Dolf im Krankenhaus. 11:52: Edu tot, Vergangenheit aberzählt, 233 S., nicht alles schlecht. Nur noch elf Kapitel! Licht am Ende des Tunnels. 14:23 Santes greift ein (234 S.) Feierabend.

So., 21. Juni
9:10 Ohne Plan. 10:27h Santes und Dolf an Nadinas Bett in Murcia (237 ½ S.). 18:12h. Viel skizziert (Santes-Bremer). An. und Su. kommen gleich. Feierabend.

Di., 23. Juni
8:16 Korrekturentlastungstag. Gattin nach F. Santes-Dolf steht an, der Plan für den letzten Akt. Viel vorgeschrieben. 10:37 Fuentes macht nochmal mit, Dolf holt die Chinesen, Riesenpleite. Säuft sich die Peinlichkeit beim Alten weg. (246 S.) Jetzt neues Notebook auspacken!

Mi., 24. Juni
9:09 Volvo gewesen, Geräusch nicht zu hören. Gattin in Berlin. Zustand nach Männerabend. Raucher. Mal sehen. 12:26 Bremer ist am Haken, Santes hat mit ihm telefoniert. (252 S.) Jetzt word installieren.

So., 28. Juni
09:15 W-town. Notebook aufgebaut, eine bisschen über die neue Scrollingtechnik geärgert, ein bisschen letzte Kapitel gelesen. Jetzt muss Santes den Treffpunkt festlegen und Dödel (ich) den Showdown schreiben. In pages (word gibt es nicht mehr für Mac, jedenfall keins, was auf meine alte Lizenz geht. Und das neue word mag ich nicht.) auf pages jedenfalls hat der Text jetzt schon 311 Seiten. Ganz anderer Umbruch. Hoffentlich funktioniert die Rück-Konversion. Sonst sehr böse. Bis ca. 17:30h.

Mo., 29. Juni
6:50-8:38 Showdown im Landclub mit Haven, Bremer, Santes und Fuentes, der zu spät kommt. Ziemlich verlabert. Scrollen und zoomen funktioniert jetzt bestens. Auch die fehlenden Funktionstasten hab ich gefunden.

Mo., 29. Juni
15:00 bis 16:50 Das letzte Kapitel am Baggersee, wichtigwichtig mit dem Notebook auf dem Schoß. Dolf ist in der Sierra. Noch nicht übertragen, noch nicht gesichert, deshalb o.S.

Di., 30. Juni
16:39 Fertig zu sein nach all der langen Zeit fühlt sich merkwürdig an. Wenn auch nur Vorfassung vor der ersten Fassung. Heute zusammenführen und „#“suchen. 19:35h: nur korrigiert und gelesen. Unzufrieden.

Mo., 6. Juli
13:58 Nur etwas gelesen. Feierlichkeiten zum Königinmuttergeburtstag vorbereitet und absolviert. Zweimal Titanic im Open-Air-Kino. Hans Bergel: Würfelspiele des Lebens. Vier Portraits bedeutender Siebenbürger. Warum müssen die Siebenbürger immer betonen, wie zentral und wichtig sie für die europäische Geistesgeschichte sind? Wäre man zu gegebener Zeit auch von selbst drauf gekommen. Oder eben nicht. Gibt wahrscheinlich Regionalgemeinschaften, die von Natur/Geschichte aus wenig Selbstbewusstsein haben. Gehören die Schwaben jedenfalls nicht dazu.

Di., 7. Juli
10:00 Zurück in K. Alle Dateien zurückkonvertiert. Bis auf Darstellung und Fenstergröße (und natürlich alle Sonderzeichen, Umlaute, spanischen Tilden und Akzente, alle Bindestriche, alle Anführungsstriche; zerschießt alle Formatvorlagen!) scheint alles geklappt zu haben von pages auf word. Uff. Gattin Geburtstag. Heute schnell und viel lesen. Zustand nach Nikotinabusus und 500km Autobahn. 15:54h gelesen bis Fuentes hat im Rausch Dolf die Wahrheit gesagt. Viel glattzuschreiben, viel zu lang, viel zu verlabert. Nadina gut.

Mi., 8. Juli
9:33 Lesen. 11:00-13:00 Schulleitung, 16:13: Rohstogg. Bücher gekauft.

Do., 9. Juli
8:57 Namen ändern, Inhaltsverzeichnis. 13:21 So etwas wie eine erste Vorfassung zur 1. Fassung. 289 S., jetzt ausdrucken lassen.

Mi., 12. August
11:43 Erster Schultag. Noch immer kein Lektorat. In die Herstellung muss das Ding aber am 1. September. Ratlos. Agent in Urlaub. Der Sommer war sehr groß. 80ster der Mutter, Waldkonzert und Bankanhänger, vierzehn Tage Segeln in Kroatien mit Marco auf der Amun Re und der Rock ’n’ Roll, zehn Tage Mazarron mit Motor- und Segelböötchen. Tortosa, Nasbilnas, Viaduc de Millau auf dem Rückweg. 5mal geblitzt worden, das erste Foto (Staatsanwaltschaft Karlsruhe) vom Hinweg war schon da. Teurer guter Rat: Manuskript Bd. 2 liegt seit sechs Wochen. Das überarbeiten anfangen? Manuskript Bd 1 liegt seit 9 Monaten. Damit anfangen?
Notebook war gut, komfortabel zu handhaben, aber außer zum Mails checken nicht benutzt (auf dem Boot gar nicht dabei gehabt). 14:06h Nur gedaddelt. Plan: Notizen durchgehen, dann Bd 2 überarbeiten. Luftfeuchtigkeit unerträglich. Schwierigkeiten, wieder reinzukommen. Hat sich Cartagena verändert? Eisstadion fast fertiggestellt. Calle Mayor immer abgehalfterter. Wunderschönes, belebtes Lokal am Fischereihafen. Archeologisches Museum und Museum des Festivals Mar de musicas: leblos, Architekturruinen, verzockt. Portman, Escombreras besucht. Mondlandschaften, einmal 20., einmal 19. Jhdt; was die Industrie des jeweiligen Jahrhunderts mit einer Landschaft macht. Portman: der Hafen, der Kai mit den gusseisernen Anlegepollern, nur eben mitten auf dem Land, in einer Schilflandschaft, die sich über hunderte Meter bis zum Meer zieht. Davor Fischfarmen, kreisförmige Schwadennetze, am Meeresgrund verankert. Escombreras. Nur der Navi findet noch die Ortsmitte. Ein Hafenbecken, versteckt zwischen zwei Riesentanks. Raffinerien, Öl- und Gastanks, Abflämmfackeln lodern, eine verlorene Windmühle zwischen den Industrieanlagen. Der Tag der Lubinas. Weil aus einer Fischfarm vor La Azohia mehrere Tonnen Zuchtfische entkommen sind (das Netz war gebrochen), Wolfsbarsch, Lubina, delikater und beliebter Speisefisch, waren die Küstengewässer voll davon. Fische, die Flocken im Wasser zeitlebens als Nahrung aufgefasst hatten, die seit Generationen noch nie eine Angel zu fürchten hatten, sprangen auf die Köder wie verrückt. Bild (von Manolo): Wie die Angler in Schrittabständen am Strand standen, gerade weit genug auseinander, dass sie und ihr Werkzeug sich nicht gegenseitig behinderten, und im 10-Sekunden Abstand Lubinas aus dem Meer holten, so viel, dass sie sich nicht die Mühe machten, sie zu töten, sie einfach hinter sich warfen und im Sand verrecken ließen und die Angel neu hineinwarfen, alle paar Sekunden ein Fisch, einer nach dem anderen, so viele, wie sie tragen konnten, jeder mit Plastiktaschen mit Dutzenden, Hunderten Fischen, mehr als er, seine Familie, seine Freunde, ja selbst sein Feinde vertilgen konnten, bevor der Fisch verdorben sein würde. Mehr als vernünftig war. Jedenfalls kein guter Tag für die Fischer und den Fischmarkt in der Gegend. Fischer im Hafen von Mazarron. Weil wir das Boot seines Kumpels angescheuert hatten (weil wir bescheuert festgemacht hatten), mussten wir zwei Tage später anrufen. Einladung, uns mit hinauszunehmen, auf einem Fischkutter, morgens um sechs. Sollten wir machen. Pedro.

Mi., 19. August.
Gestern Verleger gemailt - Aufbau wird zwar 70, Festlichkeiten in allen Medien, aber: Termin Herstellung ist der 1. 09. Mailt er zurück: Dass er morgen (also: heute) mit dem Lesen ANFÄNGT. Bis zur ersten Rückblende in Bd 2 gelesen. Oft noch unstrukturiert, zu lahm. Steckt noch viel Arbeit drin. 14:12 Telefonreparierer war um 8 Uhr da. Bis 10. Anschließend den ersten Mail-Account konfiguriert, diesmal erfolgreich. Notebook für Tochter, fast 15, die am Samstag nach Madrid fährt für ein halbes Jahr. Gearbeitet: nicht so dolle.

Mi., 26. August.
7:56 Montag ist das Lektorat gekommen. Heute (und am Wochenende) also erst einmal den ersten Band umarbeiten. Nicht gewollt: der Prolog, die spanischen Brocken, die Auflistungen des Schnapskonsums. Also alles, was ich für besonders hielt (bis auf den Prolog, der war schon immer gekünstelt). Aufzählungen ohne Verb seien ermüdend. Kommt also viel Arbeit. Auch wenn es ganz leicht zu schaffen sei. Wohlan.

So., 30. August
21:46 Gestern und heute jeweils 7 Stunden umgearbeitet, gekürzt, ergänzt, überarbeitet, vor allem Kap. 22 und die Anmerkungen, aber auch einiges am Rest. Heute zuletzt das Glossar. Erste Kapitel laut gelesen: laaaangweilig! Muss ich noch kürzen. Samstag ist Töchterlein nach Spanien für 6 Mo. Wahrscheinlich war die Arbeitswut Übersprungshandlung.

Mo., 31. Aug.
14:35 Hitzefrei! Dass wir das nochmal erleben dürfen! Vielleicht rasch die ersten Kapitel entmüllen?

Mi., 2. Sept
17:29 Den Rest des Lektorats/Manuskripts durchgeflöht, gekürzt und geglättet. In den ersten Kapiteln eher viel, dann nachlässiger. Nach meinem Gefühl läuft es sehr gut durch. Aber wer wäre weniger objektiv als ich? Fast eine (1) S. rausgekürzt. 246 S. (Times New Roman 12, ohne Leerseiten)

Mi., 9. September
8:20 Abgabe scheint es zu heißen, wenn die Texte für die Umschlagseiten U1-U4 geschrieben werden. Gestern kamen die Texte. Nicht sehr gut. ”Die heiße Spur...” klingt zum Gähnen. Werden heute abend mit Gattin besprochen. À propos: Gattin hat die ersten 20 Seiten gelesen, ein wenig korrigiert, viel besser (wenn auch nicht gut) gefunden, vor allem aber: sämtliche (!) Namen sind falsch. Muttersnamen bzw. Vatersnamen statt Ehenamen: kein Spanier heißt wie seine Frau (oder umgekehrt). Also sind meine schönen Fantasienamen der Nüchternheit zum Opfer gefallen und heißen jetzt alle Hans und Liese. Und es gab deshalb einige nachträgliche Änderungen im Lektorat. Scheint der Herausgeber aber nicht krumm genommen zu haben, sondern hat die o.g. Abgabe-Texte geschickt. Die ziemlich dem entsprechen, was ich vor einem Jahr dem Agenten ins Exposé geschrieben habe. Bis auf: kauzig und authentisch. Kann ich mich gar nicht reinfühlen, stimmt aber wahrscheinlich. Reinhard Rohn: Leise, stirb leise! Parallelmontage, Scheibenwischer bis zum Schluss; Twist funktioniert sehr schön. (Krimi-) Kapazität als Täter, unentdeckte Foto-Postkarte als Auflösung: ganz schön mutig. Die Intrige der kleinen Assistenzärztin hochkomplex, lange geplant und böse. Plan für heute: Dishes zu Ende umkritzeln (liegt als Ausdruck vor, ca. 2/3 bearbeitet). Und: den home-page-Programmierer anrufen! Freitag Termin mit der Dezernentin wg. Schulleitungsfunktion. Hilft auch nicht gerade beim Konzentrieren. Falsches Literaturverzeichnis! In meinem Dusel hätte ich fast die Literatur zum zweiten Band in den ersten verzeichnet! Dank an den Herausgeber für Aufmerksamkeit und Skepsis! 11:50h liest sich zäh und umständlich. Zweimal zu oft: Dolf tut Benito weh. Kann ich ja selbst nicht mehr auseinanderhalten! 12:52h: viel gedaddelt. 18:59h: bis S. 192 gekommen. nicht sehr zufrieden. Vormittags: Herausgeber sagt, es gibt 4000 Vormerker. Und dass das kein schlechter Wert sei. Hochgefühl. Zu hoch zum Arbeiten.

Mi., 16. September
7:37 IbeHitze ist in der Herstellung. Am Ende, nach zwei Stunden Hin- und Herüberlegung mit der Lektorin meines Herzens und Vertrauens, ist doch alles beim Alten geblieben. Vor allem die headline “Die heiße Spur ...” war es nicht. Aber wenn einem nichts Besseres einfällt ... Der Freitagstermin fiel aus, Migräne. Große Aufregung. Kaum soll der neue kommissarische Schulleiter etwas entscheiden, hat zwei kleine Problemchen zu bewältigen , schon klappt er zusammen. Nach dem Wochenende ging es besser, alle sehr besorgt gewesen, jetzt beruhigter. Montag nachmittag erste Lehrprobe abgenommen, Dienstag erste Dienstbesprechung geleitet. Plan für heute: Hornby lesen (Juliet, naked, wieder einmal, groß und erhaben; jetzt How to be good (How to be bloody marvellous, more like). Giftig, genau beobachtet, auf den Punkt und zum Schreien komisch. Ganzganz groß. Später dann wieder in IbeSchatten reinkommen versuchen. Als Ausdruck, aber zweimal unterbrochen, von Lektorat und Umschlagtexten. 09:21 Jetzt aber. 19:05 heftige Gewitter, Regen etc. Nur bis 276 gekommen. 21:00h durch. Das Ende ist märchenhaft, unrealistisch, Kinderkram. Aber nicht mehr zu ändern. Muss sehr viel nüchterner, erwachsener werden.

Mi., 23. September
11:27 (Frühstück zu Beginn der Projekttage). Heute: Rostiftdurchgang, Jobs notieren, Überblick verschaffen. 19:01 Durchgesehen, Tintenpatrone gekauft, neuen Handy-Vertrag für Tochter abgeschlossen (6 Gigabyte/ Monat!). 19:48 Der zweite Band ist viel zu lang! Hat 90.000 Wö (statt 72.000 bei IbeHitze, 588.000 Zeichen (statt 465.000). Das ist über ein Viertel mehr! Meine Fresse. Kann nicht so bleiben. Kann man soviel rauskürzen?

Do., 24. 09. 2015
16:09 Plötzlich außer der Reihe Zeit gehabt. Korrekturen eingeben! 18:52 Eingegeben, gekürzt, entschlackt, bis S. 25, Kap. 6. Alles immernoch zu träge und zu lang.

Mi., 30. 09. 2015
7:53 Zustand nach Männerabend. Möglichst viel überarbeiten, weil die Gattin heute nach Erfurt fährt und auf der Fahrt lektorieren könnte … 11:55 bis 14:05 in der Schule - Chaos. 15:26: der Umbruch für IbeHitze ist da! Superschön, 311 Seiten, einbringen, austreiben. Spannend. 17:30h Umbruch ausgedruckt, Buchladen, Celis Gitarrestunde. 19:54h: noch eine Runde. 20:59 Feierabend. Gekommen bis S. 53 (Umbruch)

Sa., 3. 10.
15:34 Umbruchkorrekturen. Gelernt von Lektorin. 19:16h geschafft bis S. 85, Ende des 7. Kapitels - endlich stimmen einmal die Seitenzahlen!

So., 4. 10.
10:10 Fahnen korrigiert bis halb vier (bis. S. 155)

Mo., 5. 10. 2015.
Wir sind auf Amazon (as told by Stephan W.), Bestseller Rang 3.166.226, Rang 74.511 in Bücher. Erscheinungstermin 3. Dez. „Dieser Artikel wurde noch nicht veröffentlich und ist noch nicht für Rezensionen zugelassen.“ 9:57 h Fahnenkorrekturen: Eigentlich macht es tierisch Spaß und ich kann’s kaum erwarten. bis 19:30 Kochen für Vincent.

Di., 6. 11.
09:02 Gestern gekommen bis S. 289. Internet-Designer angerufen. Die wollen 3 Mille Minimum. Ein Brotberuf wird das hier nicht mehr. Mitten im Showdown, atemlose Spannung, kein Wort zuviel … und unten auf der Seite steht: „Letzte Zeile bitte einbringen.“ Setzer/innen müssen Menschen ohne Nerven sein. 10:33 Fertig! 320 S. Für die Buchhaltung (Seitenzahlen): Fahne 320 S.; Courier: 317 S.; Times New Roman: 245 S.; Palatino (3. F.): 221 S. 12:50 Weggepackt. 12:51 Überarbeitung IbeSchatten angefangen. Von wegen! 13:45. Und nur auf Abruf, bis Tochter anruft. Wer erzählt eigentlich, dass Autoren alleine in ihrem Kämmerchen arbeiten, ungestört und einsam? Start ab S. 53, Kap 9. Bis 74 und 18:30. MarieNieves fährt nach Dü.

Mi., 7. 10.
11:37 Gattin und Tochter nach Bergen abgereist. Umbruch in die Post gegeben, nach Nachtsitzung mit Lektorin des Vertrauens. Jetzt aber endlich Schnee (heißt inzwischen Ibe. Schatten)! (ab S. 74). 13:40: bis zur ersten Rückblende (S. 100). Aber: alles viel zu lang, zu geschwätzig. Da können 20 % raus. 15:28 zweite Luft. Bis 17:28 und S. 115. Dolf war mit Santes im Bett. Glaub ich mir noch nicht so richtig.

Do., 8. 10.
8:22 Neue Brille - alles viel kleiner als vorher, und dafür klarer. Gewöhnungsbedürftig. Homepage klappt nicht. Gestern zwei Stunden reingesetzt, schwierig. Erstmal einen Plan machen. Bis S. 153.

Fr., 9. 10.
8:47 Gonzo/Benito entwirrt. Ich konnte die beiden ja selbst kaum auseinanderhalten! 45 years, im Off Broadway. Groß und erhaben. Und ein bisschen geweint. Lang, elegisch. Geht nur, wenn der Schreiber auch der Regisseur ist. Tom Clehonney fast noch besser als Charlotte R., weil weniger gefällig. X-Spillerbeine, warum so auffällig ins Bild gerückt? 12:30h, fertig mit den Nerven. Bis S. 174. Mühsam und lahm. Geschwätzig und tritt auf der Stelle. 16:48h bis S. 202; besser ist es nicht geworden. 40 Seiten von 287 rauszuwerfen, wären über 13%.

Sa., 10. 10. 15
10:34h Gestern zum ersten Mal diesen Blog wirklich gebraucht: Wie lange hat es gedauert die ersten 200 Seiten zu überarbeiten? Steht hier alles drin. Langsam panisch, weil alles so lang dauert. 20:20 Fertig. Sind jetzt insgesamt 285 Seiten, statt 289.

So., 11. 10. 2015
Gestartet ca. 14:30h, nach langem Spaziergang und Café-Pause (in dieser Schreibweise!) bis 17:40: einen groben Fehler beseitigt (Dolf kommt nicht in die Gummistiefel mit seiner frischerworbene Prothese) und Kapitel (vorher: 76) auf 30 reduziert, Gliederung entsprechend überarbeitet. Noch immer steht eine krasse Kürzung an! (283 S.)

Fr., 16. 10. 2015
Gestern Buchmesse. Am Aufbau-Stand Einladungskarte Auftaktlesung abgegeben. Neue Kölner Kinderbuchautoren kennengelernt: Annette Neubauer, die mit Peter einen Krimi schreibt. Sabine Slaby aus Aachen. Christiane Kampen, die einmal bei Armin zum Paella-Essen war. Martenstein, Helge Schneider, Zaimoglu gesehen. Alina Bronski auf dem Blauen Sofa: sehr sympatisch, aber hochprofessionell (geschönt). Vier Kinder, Ende 36, den vierten Roman in sechs Jahren, schreibt sie, während das Kleinste Mittagsschlaf hält?
Montag redigiert, gepackt; Di nach W-Town, Mittwoch ins Holzgau, längste Fußgängerhängebrücke Europas, Donnerstag in den Zug, sich von der Messe erschlagen lassen. Redigiert bis S. 124. Heute weiter 11:11h. Bis 14:45, bis S. 226; 16h Termin bei Skdesign, wg. Homepage, super Leute, super Termin. Die haben alles kapiert und denken mit: bin in C., will Orte gucken, mach ich aufm Handy, klar. 21:19h zweite Luft. 23:28: Fertig. Am Ende geht es ziemlich gut ab. Pageturner, hätte Anette Neubauer gesagt. Amazon: Rang 156.556 in Kindle-Shop, 804 in Kriminalthriller, 33.335 in Bücher/Krimis & Thriller. Entweder das sind vierzigtausend Plätze besser als vor zwei Wochen oder ich hab die Kategorien verwechselt. Fortune cookies: Please remove the slip o’paper before eating the cookie. Die amerikanische Haftungsgerichtsbarkeit ist die beste der Welt.

So., 18. 10. 2015
13:06 Amazon sagt: 250.960 in Bücher, 18029 in Krimis&Thriller. Bin ich bescheuert, das nachzusehen? Sagt Gattin. Berichtigung: 163.939, 833, 34510: ich bin abgesackt! Um 7000, 29, 1200 !!! Ist dies das Ende? Korrekturen Klassenarbeit erledigt. Heute vielleicht ein paar Manuskriptkorrekturen möglich.13:49h: 164.059, 834, 34548 - Hilfe, ich versinke! 17:17h: 164.699, 835, 34694. Kann einen schon verrückt machen, das. Bis 18:00h, bis S. 42.

Mo., 19. 10.
19:17 Zwischen Einstellungsgesprächen und Abendessen. Taschenbuch: 337.909, 22625 in Krimis&Thriller; 851 in Kindle-shop: abgekackt. Bis 20:54, bis S. 59

Di., 20. 10.
16:41h.
Truthahneinladungen müssen noch gemacht werden. 21:38h bis S. 134. Nicht ganz schlecht.

Mi., 21. 10.
8:18 ¾ Stunde vor der SL-Dienstbesprechung. Paar rosa Zettel abarbeiten.

Do., 22. 10. 2015
17:54 Bis 19:45h, bis S. 160.

Sa., 24. 10.
12:56 (Änderungen eingeben bis 222), Texte für homepage-Aktualisierung

Di., 27. 10. 2015
17:27 Darf skdesign das cover verwenden? Die dürfen. Heute Korrekturen eingeben, morgen Stadtplan von C zeichnen und beschriften und fünfzehn Orte mit Längen und Breiten festlegen. 22:14h: Fertig, sollten 314 Seiten sein (276)

Mi., 28. 10. 2015
08:00 Orte rausgesucht, Koordinaten rausgesucht, mit sk-design gemailt wegen Auftritt und Landkarten. 15:45 los zum Kopieren, zur Schule, zu Kamphuis.

So., 1. Nov. 2015
15:44 Gestern praktisch den ganzen Tag (6h) auf Google earth Koordinaten gecheckt und Listen überarbeitet für die cartagena-krimi-Seite. Die Autorenseite steht schon im Netz. Der Entwurf für die vorläufige Cartagena-Seite ist genial. Die sind klar und schnell bei sk. Karten verteilt auf Petras Party. 530 in kindle-shop, 19661 in Krimis&Thriller 929.070 in Bücher 44 834 in Bücher/Krimis&Thriller. Ich blick da nicht mehr durch. 18:32 Vorgaben für skdesign soweit fertig, abgeschickt.

Mi., 4. 11.
9:11 Gestern Moderations/Präsentationscoaching: Schultern runter, atmen, lächeln. Und geputzte Schuhe. So schlecht wie Gattin befürchtet hat, bin ich jedenfalls nicht. Heute: Änderungen 2. Fassung eingeben, Salmón und Dolf reden einen viel zu langen Streifen, in Ibiza schnüffelt Dolf dreimal zu oft im Hotel herum, alles zu kammerspielig, und der Sex ist die die Fantasie eines schmutzigen alten Mannes. Es gibt viel zu tun.

Sa+So., 8. 11.
11:03 LektorinGattin hasst die Dolf-Santes-Sexszene, ihr spielt zuviel auf Ibiza, ihr sind die Verhöre zu lang, zu viele, zu sehr nach Schema F, ihr fehlen atmosphärische Landschaftsbeschreibungen. Hört sich nicht gut an. Sk hat die Seite ins Netz gestellt, eben noch Schlagworte für Programmiererin eingeschickt. Ist ganz schick geworden.

Di., 10. 11.
16:27 Potenzialtag mit Mathias und Samuel Essler: „Wofür sabberst du? Wo ist deine Inbrunst?“ Heute nochmal lesen üben. Gestern im Anderen Buchladen die Lesung vorbesprochen. Freiexemplare anfordern, ob die rechtzeitig kommen.

Mi., 11. 11.
7:56 Gute Ideen gefragt. Für: Ibiza-Verhöre schneller machen, Spannung erzeugen, Bedrohung für Dolf o.ä. bis 9:37h. Um 10 muss ich in die Schule. Ab 16:14, Pa-Korrekturen eingegeben, auf neuen Plan umgearbeitet: Dolf stöbert nicht auf eigene Faust herum, sondern entdeckt die Schauplätze, während er die Personen kennenlernt. Alle Korrekturen eingegeben bis S. 219. Ganz guten Mutes. 21:01h.

Fr., 13. 11.
Krank zuhause. 10:51 Google Earth: Dolfs Eisfabrik gefunden, Avda Luxemburgo, 1j. An der Kreuzung davor gibt es ein Geisterbild mit einem Tanklaster „Fuentes Fertilizantes“, man muss auf das gelbe T klicken, das Streetview über die Straßen legt. Aufnahmedatum 12/2008, im Dezember stehen ein paar grüne Büsche im Staub des leeren Flußbettes. Vor allem aber ist im Hintergrund deutlich zu sehen, dass ein Auto seitlich an die offenbar leerstehende Halle gefahren ist, dort ist ein Seiteneingang. (Hat Gonzo nachgemischt?) Superspannend, 37° 37’ 19,99“ N, 0° 57’ 39,34“ W.

So., 15. 11.
12:20 Heute Steuer machen. Evtl. nochmal lesen üben. Hat nicht geklappt: Ce zur Quartettprobe gefahren.

Di., 17. 11.
22:54 Bei Maas gewesen, Lesen geübt. Langsam & laut! Textauswahl geändert, Zwischentexte gefeilt. Abends direkt umgesetzt, Lesen-Datei umgearbeitet. Gestern kam Mail vom Verleger: Was macht der zweite Band? Heute wieder: Eingeplant für Dezember 2016. Diesmal vielleicht VOR dem Weihnachtsgeschäft? Spannend. Interview mit Maas. Gute Fragen, Antworten fand sie auch gut. Hätte enorm viel schlechter laufen können.

Mi., 18. 11.
8:06 Heute großes Aufräumen: Ausdruck durchgehen, flöhen, streichen, umstellen, schneller machen. Schaun mer mal. 13:56 Pa’s Korrekturen eingegeben. An den schwierigen Arbeiten noch nichts gemacht. 18:22h bis inklusive Kap. 5 ½. Fuentes brüllt über den leeren Pool.

So., 22. 11.
11:54 Verlag gefällt der Titel („Iberischer Schnee“) nicht. Bei Amazon kurzzeitig auf Platz 127 gewesen. Barbara B. findet, meine Geschichten sollten der DEGETO angeboten werden, um eine Serie daraus zu machen. Iris K. ist nicht abgeneigt. Alles überschlägt sich. Außerdem muss ich noch einen inkognito-Überfall zwischen Rohstogg und Dolf schreiben und erklären, warum Rohstogg den Glatzkopf im Showdown nicht wiedererkennt („Er hat keine Tatoos. - Bist du bescheuert? - Muss wohl, steht in meinem Jobprofil.“) Statt Passkopien: Standfotos aus den Überwachungskameras am Gate. Viel Arbeit. 16:59: Ce zum ersten Quartett-Auftritt aus dem Kino geholt. Exposé überarbeiten. 17:23 Exposé fertig, jetzt Brahms.

Mo., 23. 11.
17:03 Krank. Über 200 Seiten gelesen. Fand ich gar nicht so schlecht. Muss kürzer. 20:42 Feierabend.

Di., 24. 11. 2015
15:14 Korrekturen eingeben. Start: S. 91. 19:18 bis S. 120. 21:55 bis S. 146. Morgen muss ich die Santes-Dolf-Sex-Szene entschärfen. Grausam.

Mi., 25. 11.
7:50 Platz 1.835.867 in Bücher. Der letzte Platz? Zwei Exemplare sind angekommen. Ich war so aufgeregt wie schon lange nicht mehr. Eng bedruckt, jede Seite genutzt, kein einziges leeres Blatt. Spannend. Sehen eher billig aus, aber was soll man erwarten, beim ersten Buch. Hardcover ist für Profis. 17:46: bis S. 298. Exposé-Überarbeitung muss ich noch fertig machen.

Di., 1. 12.
18:34 Verleger findet mein Exposé sehr schön. Kolleginnen geiern auf den Zehnten (Auftaktlesung), treffen sich schon zuvor zum Vorglühen. Wird spannend. Noch immer mehr als 20 Seiten rauszukürzen. 23:21h Fertig. Immer noch 362 Seiten. 14 zuviel.

Mi., 2. 12.
8:35 David und Xavier zur Domsing gebracht. Escolaria de Montserrat, wahrscheinlich einer der besten Knabenchöre der Welt. Gestern haben sie im Flügelzimmer geswingt. Heute: Letzten Teil nochmal durchgehen, kürzen, Plan machen (Ausdrucken?) Praktikumsplatz für Diana klarmachen. Rezeptionsexemplar für Molden und mich für Reader (3 Formate) kam an. 11:59h: Habe 1,9 Mio Bücher hinter mir gelassen: Platz 126.541 in Bücher, Platz 9391 in Krimis und Thriller. Damit bin ich in den oberen 7%. zon macht süchtig. Stromiedel ist (mit seinem x-ten Buch, kommt ebenfalls am 3.12. raus) nur um Nuancen besser (bei Bücher: 126.110, K&T 9356), bei Kindle allerdings um Klassen (123.879 gegen 42.565; 29.359 gegen 14.427 K&T). Aber trotzdem: Nicht ganz schlecht. Nur zon ist ganz schlecht. Für’s Zeitmanagement. 16:54. Jetzt albondigas für Ps Weihnachtsfeier machen. Runter auf 360 Seiten.

Sa., 5. 12.
19:48 Zwanzig Freiexemplare sind angekommen. ABER: ich hab Veränderungen gefunden, die NACH der Fahnenkorrektur hineingeraten sind. 104.000 in Kindle, 345 in Krimis&Thriller.

Mi., 9. 12.
8:02 Tag vor Lesung. Abgestürzt bei zon (Sollte ich mir abgewöhnen). Erste Leserinnenreaktionen ermutigend. Heute kürzen, ändern, Rest durchgehen. Nachmittags zu Keppeler, abends Generalprobe mit P. Der kleine Lord wird, weil ohne Altersfreigabe, nur persönlich ausgeliefert. Die Wunder des Jugendschutzes, zon macht alles richtig. 9:59 durch, aber immer noch 360 Seiten, wenn auch nur um fünf Zeilen. 11:45 runter auf 358 Seiten, alle #’s beseitigt. Zufrieden erstmal. Noch ein Durchgang. 14:11 bis zur ersten Nadina-Befragung. Muss jetzt los.

Di., 15. 12.
16:14 Lesung war gold. Extensives Lob von vielen. Peter: kann kürzer. 75 Leute, zwei mussten stehen. Um vier nach acht musste es schon losgehen, weil alles voll war und die Leute leise wurden, da war nichts mehr mit Vorgeplänkel. Axel S. hat 30 und 5 von meinen verkauft. Wein und Käse sind übriggeblieben. Lange Schlange für Widmungen. Lange nicht so lampenfiebrig wie erwartet. Mucksmäuschenstill. Hat fast sogar Spaß gemacht. Arbeit am Manuskript ruht. Heute und morgen neuer Anlauf. 21:00 bis S. 197, 356 Seiten. Geht flott.

Mi., 16. 12.
7:59 Am Montag bei den Nerven. Ganz großes Kino, stagediving und alles. Die Jungs hatten einen Haufen Spaß. Julian vorher kurz gesprochen, tiefenentspannt. Ausverkauftes Gebäude 9 (dort haben wir vor Jahren schon mal gedreht). 15:00 Oxfam Würfelspiel verloren, 15:30 Rudolfplatz Weihnachtspyramide, 16:00 Anderer Buchladen, fünf Freiexemplare, vier auf Kollegenrabatt, 16:15 Textedit Luftpost abgegeben, 16:20 Tamara drei Bücher an die Tür gehängt, 16:25 Auto zurückgefahren, 16:38 Schule, Elterninformationsabend Oberstufe, 19:10 Zuhause, 20:15 Kartoffelpüree. Jetzt (21:19) noch zehn Seiten (von 353 – Heureka!). 21.37: fertig! 22:13 Feierabend.

Di., 22. 12. 2015
15:11 Ferien! Pa hatte am Sonntag eine Menge Anmerkungen zu Figuren- und Spannungsverlauf, auch viele sprachliche Hinweise. Muss ich einarbeiten.

Mi., 23.12.
8:54 Inhaltliche Anmerkungen von Pa einarbeiten. 15:04 fehlen noch hundert Seiten.